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Trotz Brexit: Neue Wege für Schlepperbanden

In Zeiten der Corona-Krise sind viele Bürger gezwungen, neue Wege zu gehen. Sei es bei der Urlaubsplanung oder aber bei der Umgestaltung eigener Geschäftsmodelle, die durch die weitreichenden Eindämmungsmaßnahmen der Regierung direkt oder indirekt in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch nicht nur der ehrliche Bürger muss in diesen Zeiten sehen, wo er bleibt. Auch Kriminelle müssen neue Wege beschreiten.

Exklusiver Polizeibericht

Ein kürzlich erschienener Bericht der Bundespolizei, der „Ein Prozent“ exklusiv vorliegt, zeigt, wie kreativ gerade internationale Schleuserbanden agieren, um ihre Profite trotz verstärkter Kontrollen zu sichern. Trotz des lange verschleppten Brexits ist Großbritannien nach wie vor ein beliebtes Zielland für illegale Migranten. Eine beliebte Masche der Schleuser war dabei der Transport von Migranten durch den Eurotunnel. Meist im Laderaum eines LKW, oder in einem der tausenden Überseecontainer, die täglich unterirdisch auf die britischen Inseln zurollen. Ab November 2018 etablierte sich daneben eine weitere, überirdische Migrationsroute über den Ärmelkanal.

Ein neues Geschäftsmodell muss her

Nachdem die französische Regierung im März 2020 begann, ihre Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 umzusetzen, wurde es für die Schlepper unangenehm. Auf einmal wurden die Zufahrtsstraßen zu den französischen Häfen Calais und Dünkirchen wirklich kontrolliert, der Güterverkehr massiv eingeschränkt. So wurde die Route über den Ärmelkanal noch attraktiver. Um ein Einbrechen ihrer Umsätze zu verhindern, ist den Schleppern jedes schwimmfähige Verkehrsmittel recht. Am beliebtesten sind Schlauchboote verschiedener Größen mit Außenbordmotoren, weil diese leicht zu transportieren und schnell zu Wasser gebracht sind.

Nach Informationen der Bundespolizei werden die Boote in der Regel günstig über Ebay bestellt, oder in örtlichen Fachgeschäften gekauft oder gestohlen. Die steigenden Zahlen von gestohlenen Yachten und Segelbooten aus französischen oder belgischen Häfen weisen darauf hin, dass auch diese gerne für Schleusungen genutzt werden. In manchen Fällen verfügen die Schlepper sogar über größere Schiffe, die Bundespolizei nennt sie „Mutterschiffe“, welche die geschleusten Migranten bis in britische Hoheitsgewässer bringen, bevor sie für die letzten Kilometer in wackelige Gummiboote gesetzt werden und das Mutterschiff unbemerkt in der Dunkelheit verschwindet.

Das große Geschäft mit den Schlauchbooten

In jedem Fall lassen sich die Schlepper ihren relativ geringen materiellen Aufwand fürstlich vergüten. Pro Person verlangen sie zwischen 2.000 Euro und im Fall einer „garantierten“ Überfahrt über 5.000 Euro. Die Preisspanne ist dabei nach oben völlig offen und es kursierten in sozialen Netzwerken bereits Angebote bis zu 11.000 Euro. Jegliche Sicherheitsausrüstung wie etwa Rettungswesten kostet selbstredend extra. Die Schlepper selbst gehen in der Regel nicht mit an Bord. Für letzte Instruktionen auf See reichen sie den Migranten ein Mobiltelefon, welches diese schleunigst über Bord werfen sollen, wenn sich französische oder britische Behörden nähern, um die Schlepper und ihr Geschäft zu schützen.

Massiver Anstieg

Welche Summen dabei zusammenkommen wird deutlich, wenn man sich die Zahl der Migranten anschaut, die von französischen oder britischen Grenzschützern an der Überfahrt gehindert, oder nach der Ankunft auf dem britischen Festland festgesetzt wurden.

Seit Oktober 2018 waren es insgesamt knapp 6.700 Personen, davon ein Drittel, knapp 2.300 Personen, alleine zwischen April und Mai 2020. Die Dunkelziffer der Personen, die unerkannt in Großbritannien anlanden, liegt mutmaßlich deutlich darüber. Der sprunghafte Anstieg der vereitelten Überfahrten wird noch deutlicher, wenn man die Zahlen aus dem April und Mai mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 vergleicht. Für den Monat Mai, gab es eine Steigerung von 472 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im April waren es unglaubliche 543 Prozent mehr.

Jeder schwimmfähige Gegenstand muss herhalten

Durch die Wucherpreise, die durch die Schlepper aufgerufen werden, versuchen immer mehr Migranten auf eigene Faust schwimmend über den Ärmelkanal zu gelangen. Genutzt wird jeder Gegenstand, der schwimmt. Von Ruderbooten, Kayaks, über Surfbretter, bis hin zu hastig selbstkonstruierten Flößen. Sofern keine Paddel zur Hand sind, werden auch schon mal Schaufeln zur Fortbewegung genutzt. Die Überfahrten finden in der Regel nachts statt. Schlepper und Migranten versuchen möglichst kurze Entfernungen zu wählen. Unweit der bebauten und dicht bewohnten Stadtgebiete von Calais und Dünkirchen starten die Boote in Richtung Ramsgate oder Dungeness bei Dover. Die Strecke über den Ärmelkanal beträgt hier etwa 35 Kilometer. Den Menschen auf den Booten fehlt in der Regel jede nautische Erfahrung oder Orientierungsinstrumente. Von den Schleppern wird ihnen gesagt, sie sollten sich möglichst an den Lichtern auf britischer Seite orientieren.

Durch dieses fahrlässige Handeln wird nicht nur internationales Recht gebrochen, sondern es werden auch tausende Menschenleben aufs Spiel gesetzt und, im Falle der Schlepper, Millionen verdient. Dieser Bericht macht einmal mehr deutlich, wie schnell sich kriminelle Strukturen an veränderte Umweltbedingungen anpassen können. Die Furcht vor einer territorialen Abschottung Großbritanniens nach dem Brexit wirkt durch die vorliegenden Informationen geradezu absurd. Obwohl die Corona-Krise auf unbestimmte Zeit viele heikle Themen aus dem medialen Mainstream verdrängen wird, bleibt die europäische Migrationskrise weiterhin akut.

Um diese und ähnliche Missstände aufzudecken, bedarf es einer alternativen medialen Öffentlichkeit. Wir von „Ein Prozent“ bleiben für Sie am Thema dran und decken Missstände auf, wo sie sonst verschwiegen werden.

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