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Pulse of Europe – Ein Jahr später

Vor knapp einem Jahr veröffentlichten wir auf unserem Blog eine dreiteilige Analyse (hier, hier und hier) zur angeblichen Graswurzelbewegung „Pulse of Europe“ (PoE). Darin arbeiteten wir heraus, dass es sich bei dem quasi als pro-europäische PEGIDA-Kopie inszenierten Projekt nicht etwa um den spontanen Aufschrei einer schweigenden Mehrheit aus EU-Befürwortern handelte, sondern vor allem um eine von einem umtriebigen Netzwerk Frankfurter Anwälte kreierte Marke, die an der politischen und geschäftlichen Agenda ihrer Macher ausgerichtet war und quasi als Franchise-Unternehmen in verschiedene Städte exportiert werden sollte. Kritisch berichteten wir auch über die Begeisterung des politisch-medialen Mainstreams, der mit allen Mitteln versuchte, das Demonstrationsbündnis zu einem europaweiten Wendepunkt hochzuschreiben. Damals prognostizierten wir, dass Pulse of Europe sich von dem Modell der regelmäßigen Demonstrationen verabschieden würde, hin zu einer weiteren Professionalisierung als Nichtregierungsorganisation.
Wieviel von den großen Versprechungen der Macher von PoE übrig geblieben ist, in welche Richtung das Projekt steuert und ob die von uns vor einem Jahr aufgestellten Prognosen zutrafen, darüber möchten wir unsere Leser informieren.

Wenig Demos, massig Auszeichnungen

Trotz eigenem Büro im Frankfurter Westend und inzwischen zwei fest eingestellten Mitarbeitern: Die sinkenden Teilnehmerzahlen und der hohe Inszenierungsaufwand für die durchchoreographierten Aktionen war zu viel für die Organisatoren. Nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 zog man sich daher erst einmal in eine „Winterpause“ zurück. Zwar wird inzwischen offiziell immer am ersten Sonntag des Monats demonstriert, die fünfstelligen Teilnehmerzahlen aus dem letzten Frühling sind allerdings in weiter Ferne. Entsprechend konzentrieren die „Europa-Aktivisten“ sich inwzischen auch vornehmlich auf gezielte Aktionen zu bestimmten Themen z.B. zur Wahl in Italien. Als Pilotprojekt sollen zudem in den nächsten Monaten verschiedene Formen von Diskussionsrunden getestet werden. Trotz des Schritts aus dem Fokus der Öffentlichkeit hin zu Lobbyarbeit und Veranstaltungsorganisation hat es PoE geschafft, zu einer Erfolgsmarke im systemimmanenten Europadiskurs zu werden: Die Initiative wirkt als wilkommenes zivilgesellschaftlichtes Aushängeschild, das Politiker insbesondere der Grünen und der SPD sich gerne umhängen, um Bürgernähe zu demonstrieren. Gleichzeitig tun sich für die sich als „parteiunabhängig“ bezeichnende Führungsspitze von Pulse of Europe neue Finanzierungsperspektiven auf: Durch verschiedenste Auszeichnungen ( z.B. hier oder hier) sind inwzischen mehrere zehntausend Euro in die Kassen des Vorstands gewandert.

„Frischer“ Wind aus der Medienbranche

Während die einen Preisgelder einheimsen, nutzen andere das Projekt als Karrieresprungbrett. So tritt seit Frühjahr 2017 zunehmend ein neues Gesicht aus dem Vorstand in den Vordergrund: SPD-Mitglied und Jungsozialist Silvan Wagenknecht. Der ist zwar erst 19 Jahre alt und absolviert eine Ausbildung zum Mediengestalter, gilt allerdings sowohl dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ (hier) als einer der Top-40-Jungunternehmer als auch dem „Focus“ als einer der wichtigsten Meinungsmacher der nächsten Zeit. In welche Richtung er die öffentliche Debatte lenken möchte, macht ein Blick auf sein Twitterprofil deutlich: Neben seinem intensiven Engagement für ein kostenloses Interrailticket für junge Europäer „gefällt“ es dem aufstrebenden Rügener, wenn dem Europapolitiker Marcus Pretzell Folgendes gewünscht wird: "Ey du Arschloch, hoffe du kriegst irgendwann nochmal richtig 1 auf die Schnauze ", einen weiteren Post, in dem der Ex-AfD-Politiker als „Arschloch“ bezeichnet wurde, teilte Wagenknecht sogar. 

Auch für die Alternative für Deutschland hat das junge Gesicht der „parteiunabhängigen“ Bewegung Pulse of Europe eine Taktik parat: Nicht nur ermutigt er CDU und Junge Union, gegen die gewählten Volksvertreter der AfD zu demonstrieren (hier), er fordert in einem Retweet auch, sie „sozial [zu] ächten und aus[zu]grenzen“.  

Mit dem Establishment vereint im Kampf gegen Patrioten

Damit ist er voll auf Linie mit dem Rest seiner Organisation Pulse of Europe, die sich nicht zu schade war, offen zur Verhinderung eines Parlamentseinzuges der AfD aufzurufen und diese – wer hätte es gedacht – in einer geteilten Mitteilung mit den Nationalsozialisten gleichzusetzen. Sie folgt dabei einem gesellschaftlichen Trend und so wundert es kaum, dass sich bei PoE von Sigmar Gabriel über den Polizistenschläger Joschka Fischer bis hin zu Vertretern der Kulturindustrie wie dem Schauspieler Udo Wachtveitl die Mitglieder des Establishments die Klinke in die Hand geben. Wohin nach Meinung der PoE-Organisatoren Europas Reise gehen soll, das zeigt sich bei genauerem Hinsehen auch: Sie bewerben nicht nur das Buch „Warum Europa eine Republik werden muss“ der linken Publizistin Ulrike Guérot, Silvan Wagenknecht äußert sich sogar ganz offen und in offensichtlicher Anlehnung an ein Churchill-Zitat:

„Ich hoffe, dass die EU-Staaten sich irgendwann zu den Vereinigten Staaten von Europa zusammenfinden werden.“

Rund ein Jahr nach dem Höhepunkt der Aufregung um Pulse of Europe kann man also festhalten: Es hat sich nichts an der Agenda der selbsternannten Kämpfer für Europa geändert. Noch immer treten die Verflechtungen mit Establishment und Altparteien nur allzu deutlich hervor. Doch das Europa von Pulse of Europe ist nicht unser Europa. Ein Europa, das Multikulti und Globalismus über Identität und Freiheit hebt, wird auch seine Völker dahinraffen. Gemeinsam organisieren wir den patriotischen Widerstand!

Foto: wikimedia/Elmar Zenner/CC BY-SA 4.0

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