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Wahlbeobachtung in Bayern: Das müssen Sie wissen!

Bereits am 14. Oktober wird inBayern und zwei Wochen später, am 28. Oktober, wird in Hessen gewählt. Viele Menschen haben sich auf unserer Sonderseite www.wahlbeobachtung.de eingetragen, um Wahlbeobachter zu werden. Dies ist auch nötig, denn alleine in Bayern wird es beispielsweise ca. 13.000 Wahllokale geben. Besonders erfreulich: Viele Bürger, die bisher nichts mit den Wahlbeobachter-Kampagnen zu tun hatten, wollen bei den kommenden Landtagswahlen erstmals ihr demokratisches Recht als Beobachter aktiv nutzen.

Es gibt wieder viel zu tun. Wir erklären, was Sie wissen müssen und was zu beachten ist, damit Sie am Wahltag hoffentlich zahlreiche Stimmen retten können. Heute folgen die Detailhinweise zu Bayern, in der nächsten Woche dann die für die Wahl in Hessen.

Vorbereitung ist alles

Als Erstes sollten Sie sich unseren bewährten Leitfaden für Wahlbeobachter runterladen, ausdrucken und durchgehen. Er bietet Ihnen auf einen Blick alles Wichtige zum Wahltag und zu Ihrem Einsatz im Wahllokal. Bitte beschäftigen Sie sich schon jetzt mit dem Leitfaden und stellen uns alle offene Fragen – die Kontaktdaten finden Sie unten. Das Ausdrucken empfehlen wir deswegen, weil es sonst zu Problemen kommen könnte, wenn Sie im Wahllokal mit Handy oder Tablet hantieren – Stichwort Datenschutz. Grundsätzliche Fragen zu den Themen Wahlvorstand, dem Ablauf der Wahl und der Auszählung werden in den Informationsvideos des Bundeswahlleiters erläutert.

Leitfaden für Wahlbeobachter

Außerdem sollten Sie sich bereits jetzt informieren, wer Ihr behördlicher Ansprechpartner ist, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Sie sollten zumindest die Telefonnummer Ihres Stimmkreisleiters, also der Verantwortlichen in den 91 Stimmkreisen, griffbereit haben.

Die Telefonnummern der Stimmkreisleiter, der Wahlleiter der Regierungsbezirke und des Landeswahlleiters finden Sie hier. Ideal vorbereitet sind Sie mit den Nummern der Verantwortlichen aller für Sie zuständigen politischen Ebene. Das hinterlässt auch beim Wahlvorstand, mit dem es Probleme vor Ort geben könnte, einen professionellen Eindruck.

Wer hilft Ihnen jetzt und am Wahltag?

Unser „Ein Prozent“-Team wird wieder, wie bei der Bundestagswahl, sein altbewährtes Wahlbeobachterbüro besetzen. Am Wahltag stehen wir Ihnen telefonisch (ab 8 Uhr – Telefonnummer finden Sie auf dem Leitfaden), per E-Mail, per Facebook und per Twitter zur Verfügung.

Wenn Sie jetzt schon Fragen haben, dann erreichen Sie unsere Mitarbeiter für Bayern direkt per Mail unter: wahlbeobachtung-bayern@einprozent.de.

Schwerpunkt – Briefwahl & Altenheime

Wenn Sie nicht in Ihrem Wahllokal die Auszählung beobachten wollen, dann informieren Sie sich bitte bei Ihrer Gemeinde, wo die Briefwahlstimmen ausgezählt werden. Gerade dort werden oft noch Wahlbeobachter benötigt. In einem Blogbeitrag aus dem letzten Jahr haben wir uns mit der Briefwahl und den oft zweifelhaften Wahlen in Altenheimen auseinandergesetzt. Zum Thema Altenheim sei noch gesagt, dass Sie Familienangehörige und Bekannte, die sich in einer solchen Einrichtung befinden, fragen können, wie dort gewählt wird und welche Parteien sich persönlich vorstellen dürften. Vielleicht können sie einige Missstände aufdecken und diese beenden.

Was wir in diesem Jahr leider nicht leisten können, ist eine Zuteilung der Wahllokale. Wir wollten wie bei der Bundestagwahl mit der App „Wahlmission“ zusammenarbeiten. Leider bietet sie ihre Dienste für die diesjährigen Landtagswahlen nicht an. Für uns heißt das, bis zur Europa-Wahl am 26. Mai 2019 muss eine eigene technische Lösung her, um unabhängig und zuverlässig zu bleiben.

Wahlbetrug oder bayerische Besonderheit?

Bei der letzten Bundestagswahl meldeten sich viele Menschen aus Bayern, dass ihnen untersagt wurde, eigene Stifte für die Wahl zu verwenden, weil dadurch angeblich das Wahlgeheimnis gefährdet werden könnte. Das ist natürlich Unsinn. Wie wir bereits am Tag der Bundestagswahl klargestellt und allen bayerischen Wählern mitgeteilt haben und auch der Bundeswahlleiter bestätigt, kann jeder Stift, auch der eigene, genutzt werden.

Also nehmen Sie Ihren politisch neutralen Kugelschreiber mit und lassen ihn für die nachfolgenden Wähler liegen. Denn im Gegensatz zu vielen Bunt- und Bleistiften in den Wahllokalen sind Kugelschreiber dokumentenecht und lassen sich nicht einfach wegradieren. Auch zusätzliche Kreuze, die eine Stimme ungültig machen, sind somit nicht möglich bzw. sehr auffällig.

Noch viel zu tun

Sie sehen, es gibt noch viel zu tun, wenn wir alle gemeinsam wieder tausende Stimmen retten wollen. Wir unterstützen Sie, wo wir können. Wir bitten Sie, die hier aufgelisteten Hinweise zu beachten und noch mehr Bürger dazu zu bringen, sich auf unserer Sonderseite www.wahlbeobachtung.de einzutragen, damit wir sie direkt und regional erreichen können.

Packen wir es an!

In der nächsten Woche gibt es Detailinformationen zur Wahlbeobachtung in Hessen, wo bei der Bundestagswahl zwei der fünf auffälligsten Wahlkreise lagen.

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Kommentare (1)

Olaf Ruß
Durch den Einsatz bei der Bundestagswahl weiß ich, wie viele Stimmen verloren wären, wenn nicht einige Bürger beobachtet hätten. Bin wieder dabei.

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