Zentrum Automobil: betriebliche Oppostion

Die alternative Gewerkschaft „Zentrum Automobil e.V.“ wird am 10. September mit COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer in Ludwigsburg bei Stuttgart über die Zukunft der Automobilbranche sprechen. Diese Veranstaltung ist ein regelrechter Geheimtipp, doch warum?

Zentrum Automobil ist eine neuartige Arbeitervertretung – mit klarer Ausrichtung gegen das Establishment!

Eine revolutionäre Idee

Jeder Arbeiter weiß: Große Gewerkschaften wie Ver.di oder der Dachverband namens Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) stecken mit den etablierten Parteien unter einer Decke. Nur so ist es zu erklären, dass sie einerseits vorgeben, für Arbeiter zu kämpfen, jedoch gleichzeitig unhaltbare Zustände der modernen Sklaverei („Leiharbeit“) und „Kurzarbeit“ ohne Skrupel durchwinken. Die Gewerkschaften vertreten nicht mehr den Arbeiter, sondern die Aktionäre. Sie selbst verdienen horrende Summen und nennen sich „sozial“.

Zentrum Automobil  hatte vor einigen Jahren die Idee einer unabhängigen – nur allein dem Wohle des Arbeiters verpflichtenden – Arbeitnehmervertretung, ganz ohne Parteigünstlinge oder zwielichtige Aktienspenden.

Aus dieser revolutionären Idee ist mittlerweile die größte fundamental-oppositionelle Gewerkschaft in der Automobilbranche geworden: Oliver Hilburger und seine Kollegen sind gewählte Betriebsräte bei der Daimler-AG, dem Mutterkonzern von Mercedes Benz! Dort wirken sie direkt in den Betrieb hinein und stärken den Arbeitnehmern den Rücken.

Jetzt expandiert Zentrum Automobil: Der Samen einer betrieblichen Opposition wurde vor kurzem im Automobilwerk von BMW in Leipzig gepflanzt, wir von „Ein Prozent" werden dieses zarte Pflänzchen ordentlich gießen!

Die betriebliche Opposition

Schon oft haben wir den Satz „Solidarität ist eine Waffe“ gebraucht, immer dann, wenn wir von politischen Extremisten in die Defensive gedrängt wurden. Heute bekommt dieser Satz eine neue Bedeutung: Was wäre, wenn wir wieder eine echte Solidarität unter den Arbeitern gewinnen könnten? Täglich hören wir doch von Menschen, die wegen ihrer Meinung oder wegen kontroverser Debatten von einer Minute auf die andere vor die Tür gesetzt werden. Es werden Familienväter behandelt wie Nutzvieh und es zählt nicht ihre Arbeit, sondern nur der Profit. Diese schlimmen Zustände müssen wir angehen!

Am kommenden Sonntag in Ludwigsburg sprechen nun also Oliver Hilburger und Jürgen Elsässer über die aktuelle Diesel-Scheindebatte, doch es geht noch um viel mehr: Mit einer „Gewerkschaft der Opposition“ wurden die Stuttgarter Automobil-Arbeiter mutig wie Finger zu einer Faust geballt, jetzt brauchen wir viele starke Arme!

Die Veranstaltung von Zentrum Automobil findet am Sonntag den 10. September 2017 um 15:00 Uhr statt, im Hotel Restaurant Krauthof in der Beihingerstr. 27 in 71642 Ludwigsburg (Stadtteil Hoheneck). Anmelden muss man sich per Mail (hier geht es zur Anmeldung). 

„Ein Prozent" wird mit einem Stand vor Ort sein, Informationsmaterial verteilen und steht für das ein oder andere Gespräch zur Verfügung. Wir werden dort sein, wer kommt am Sonntag auch nach Ludwigsburg?

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Kommentare (2)

m.m.
Sehr viele Arbeitsplätze in Deutschland hängen von der Autoindustrie ab. Nur die AFD will diese Arbeitsplätze erhalten.Darum wählen alle informierten und verantwortungsvollen Bürger,am,24.09.2017,die AFD.
M.B.

Ich arbeite bei Daimler in Wörth auch bei uns macht die IGM mächtig Druck auf Andersdenkende. Scheinheilige Bande. Könnte man Zentrum Automobil nicht auch in Wörth integrieren?

 

Anm. d. Redaktion: Guten Tag, bitte schreiben Sie uns dazu unbedingt eine Nachricht an info [at] einprozent.de

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