Seit einem Jahr gibt es die Regierung Merz. Die neuen Machthabern wiederholen gebetsmühlenartig, dass die Asylkrise vorbei sei – auch um der AfD bei den diesjährigen Wahlen und in Umfragen den Wind aus den Segeln zu nehmen. So vermeldete CSU-Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Anfang Mai: „Wir haben aus einer Migrationswelle die Migrationswende gemacht.“
Auch viele alternative Medien schauen nicht mehr so genau hin – Zeit für eine Überprüfung der Zahlen und Fakten!
Dieser Beitrag ist für alle Wahlkämpfer und Aktivisten, genauso wie für den Stammtisch in der Kneipe um die Ecke. Wer Fakten und Quellen sucht, findet hier, was er braucht!
Weiterhin hohe Zahlen
Im Jahr 2025 wurden nach offiziellen Angaben 168.543 Asylanträge gestellt. Das sind mehr als 2019 (165.938 Anträge) und 2020 (122.170 Asylanträge). (Quelle für alle Asyldaten von 2025.)
Auch von der Situation in den Jahren vor der Grenzöffnung durch CDU-Kanzlerin Merkel mit weit unter 100.000 Asylanträgen pro Jahr sind wir noch weit entfernt.
Die Obergrenze von 100.000 Asylbewerbern hat Friedrich Merz, damals noch als Kanzlerkandidat, selbst als Richtwert ausgegeben. Auch hier hat er sein Wort nicht gehalten.
Deutschland ist und bleibt das Zielland Nummer 1 in Europa.
Von allen 310.930 Entscheidungen über Asylanträge im Jahr 2025 waren nur 4124, also gerade mal magere 1,3 Prozent, echte Asylberechtigte im Sinne des Grundgesetzes, Art. 16a, und des Familienasyls für enge Familienangehörige anerkannter Schutzberechtigter. Fast drei Viertel, konkret 72,6 Prozent der Neuankömmlinge (82.257 Personen), waren jünger als 30 Jahre. Also viele fremde junge Menschen, die auf eine immer älter werdende Gesellschaft treffen. Eine Besonderheit: 17.707 der Asylerstantragsteller, also 15,6 Prozent, sind bereits in Deutschland geboren worden.
Während die Deutschen immer weniger Kinder bekommen, sind die unter Vierjährigen mittlerweile (Stand 2025) die größte Gruppe der Asylbewerber. Denn die Fremden wissen: Ein Kind schützt vor Abschiebemaßnahmen. Ein gefährlicher Trend, den junge Einheimische in Kita oder Schule bald spüren werden.
Die größte Gruppe der Neuankömmlinge bildeten mit 64.104 im Jahr 2025 die Afghanen. Ein Trend, der sich auch im ersten Quartal 2026 fortsetzt. Auf sie folgen die Syrer mit „nur“ noch 24.240 Anträgen. Die Zahlen sinken deshalb, weil noch die Regierung Scholz mit einer einfachen Maßnahme über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) festgelegt hat, dass Syrer nach Beendigung des Bürgerkrieges in ihrem Land keinen besonderen Schutzstatus mehr genießen. Die Regierung Merz profitiert nun von diesem Effekt.
In 87.689 Asylentscheidungen über Afghanen 2025 wurde „nur“ 52.300, also 59,6 Prozent, Schutz gewährt. Alle anderen dürfen seitdem dennoch in Deutschland bleiben, weil die Bundesregierung derzeit nur Straftäter nach Afghanistan zurückführt. Hinzu kommt: Schon eine ähnlich einfache Regelung wie bei den Syrern (Ende des besonderen Schutzstatus nach Ende des Bürgerkrieges) würde zu einer Minderung des Zuzuges führen. Es fehlt nur der politische Wille.
„Schutzsuchende“ in Deutschland
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lebten in Deutschland 3.427.018 Personen mit dem Status „Schutzsuchender“. Personen, die ihren Status zum Beispiel durch Einbürgerung geändert haben (siehe unten), fallen hier heraus.
Von diesen 3,42 Millionen Personen sind rund 1,33 Millionen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Diese sind aufgrund der „Massenzustrom-Richtlinie“ (2001/55/EG) der EU im Land.
Alle weiteren „Schutzsuchenden“ sind aus folgenden Gründen hier: 43.606 sind Asylberechtigte nach Artikel 16a GG – also echte in ihren Heimatländern Verfolgte. Noch einmal in klaren Worten: Das ist die gesamte Anzahl der Menschen, die im Land sind, weil es das Grundgesetz vorschreibt. Alle anderen sind hier, weil deutsche Politiker es zugelassen haben und weiter zulassen.
373.078 Personen sind aufgrund einer weiteren EU-Richtlinie „subsidiär Schutzberechtigte“ und könnten sofort in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Für 185.338 Menschen gilt ein politisch angeordnetes Abschiebeverbot. Von Politikern auferlegte Verbote könnten ebenso von Politikern sofort beendet und diese Personen aus dem Land gebracht werden.
Am 31. Dezember 2025 befanden sich 276.276 Asylbewerber mit „offenem Schutzstatus“ (das bedeutet meist: fehlende Asylentscheidung) und etwa 137.699 „ausreisepflichtige“ Personen mit einem abgelehnten Asylantrag im Land. Insbesondere Letztere müssten sofort abgeschoben werden – zur Not in Drittstaaten.
Verfolgt man die aktuellen Diskussionen um Gesundheits- und Rentenversicherung und die kommenden Einschnitte für die Einzahler, dann ist erst recht unverständlich, dass so viele Menschen, die nach geltendem Recht unverzüglich in ihre Heimatländer zurückgeführt werden könnten, unbehelligt weiterhin die Haushalte belasten oder die Sozialsysteme plündern können.
Familiennachzug
Allein 2025 wurden rund 110.400 Visa zum Familiennachzug erteilt – davon gingen etwa 20.800 an Personen aus den folgenden Asylherkunftsstaaten: Syrien (ca. 14.000), Iran (3200), Afghanistan (2500) und Irak (1100).
7400 Visa wurden zum Zweck des Familiennachzuges von „subsidiär Schutzberechtigten“ erteilt. Im Juli 2025 wurde der Familiennachzug nur für „subsidiär Schutzberechtigte“ für zwei Jahre ausgesetzt. Zur Erinnerung: „Subsidiär Schutzberechtigte“, meist Syrer, könnten auch sofort zurückgeführt werden.
Einbürgerungen – das neue Staatsvolk
Allein von 2014 bis 2022 wurden 1,68 Millionen Menschen in Deutschland eingebürgert. Vollständige Daten für 2025 liegen noch nicht vor, aber die Zahlen aus einigen Bundesländern deuten darauf hin, dass wieder ein Rekord gebrochen wird. Allein in Berlin gab es 2025 39.034 Einbürgerungen. (Quelle)
Bereits 2024 wurden 292 020 Menschen eingebürgert, das waren 46 Prozent mehr als 2023 (200.095).
Mehr als jede vierte Einbürgerung betraf 2024 syrische Staatsangehörige (rund 83.200 Menschen – plus 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Danach folgten türkische Staatsangehörige (22.500 – plus 110 Prozent) und irakische Staatsangehörige (13.500 – plus 26 Prozent). Aus Afghanistan gab es rund 10.100 Einbürgerungen (plus 55 Prozent).
Die syrischen Staatsangehörigen waren im Schnitt erst ca. sieben Jahre lang in Deutschland. Die Eingebürgerten waren durchschnittlich 30 Jahre alt.
Diese Zahlen zeigen, wie das Land durch die Politik verändert wird. Die Regierung Merz hat zwar die „Turboeinbürgerung“ nach nur drei Jahren Aufenthalt gestrichen. Doch statt – wie zuvor – acht Jahre muss man seitdem nur noch fünf Jahre lang im Land sein, um eingebürgert zu werden. Auch hier kann von einer „Asylwende“ überhaupt keine Rede sein.
Eingebürgerte Personen können die deutsche Staatsangehörigkeit wieder verlieren, wenn sich innerhalb von zehn Jahren herausstellt: Sie haben im Einbürgerungsverfahren unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht oder die deutsche Staatsangehörigkeit durch Täuschung oder Bestechung erhalten (§ 35 Staatsangehörigkeitsgesetz). Die Staatsbürgerschaft kann auch zurückgenommen werden, wenn der Betroffene dadurch staatenlos wird.
Grenzschutz
Auch die dauerhaften Grenzkontrollen hat noch die Regierung Scholz eingeführt. Die illegalen Übertritte aus allen unseren Nachbarländern haben seitdem spürbar nachgelassen. Diese Maßnahme, die aufgrund politischen Druckes von rechts eingeführt worden ist, hat Wirkung gezeigt. Obwohl anfangs selbstverständlich bestritten wurde, dass so eine Maßnahme überhaupt möglich sei.
Im ersten Quartal 2026 wurden nach Angaben der Bundespolizei rund 8300 Personen an den Grenzen zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Die häufigsten Nationalitäten der Abgewiesenen waren ukrainisch, türkisch, algerisch, afghanisch und albanisch, darunter befanden sich 250 Asylbewerber.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 42.200 Personen an den Grenzen zurückgewiesen, davon etwa 24.400 ab Mai 2025 nach Einführung der verstärkten Grenzkontrollen. Die häufigsten Nationalitäten waren ukrainisch (ca. 5900 Personen), türkisch (3000), afghanisch (2700), algerisch (2400) und syrisch (2200). Etwa 1200 der zurückgewiesenen Personen waren Asylbewerber, während 242 Personen aufgrund besonderer Schutzbedürftigkeit die Einreise erlaubt wurde.
Möglich wäre eine noch schärfere Politik, beispielsweise die konsequente Anwendung der Dublin-III-Verordnung an der Grenze. Diese Verordnung besagt, dass ein Asylsuchender dort seinen Antrag stellen muss, wo er die EU zuerst betreten hat.
Abschiebungen
Bei den Abschiebungen zeigt sich ein ähnliches Bild: Die angekündigte „Rückführungsoffensive“ der neuen Regierung ist bislang ausgeblieben.
Zwischen Januar und Ende April 2025, also noch zur Zeit der Regierung Scholz, wurden pro Monat durchschnittlich 2035 Personen aus Deutschland abgeschoben. Von Mai bis Dezember 2025, also nach Antritt der Regierung Merz, sank dieser Wert jedoch auf durchschnittlich nur noch 1831 Personen pro Monat.
Insgesamt ergibt sich für 2025 lediglich eine vorläufige Größenordnung von etwa 16.500 bis 18.000 Abschiebungen, nachdem 2024 noch rund 20.100 Abschiebungen durchgeführt worden waren. Zum Vergleich: 2025 gab es allein 113.236 Asylerstanträge von Neuankömmlingen.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft macht für die Probleme bei den Abschiebungen auch politischen Widerstand in einzelnen Bundesländern verantwortlich, da Rückführungen derzeit im Ermessen der Länder liegen und teilweise blockiert würden. Eine einfache und leicht umsetzbare Lösung wäre es, Abschiebungen in die Verantwortung des Bundes zu legen.
Zugleich werden versprochene Maßnahmen aus dem CDU-SPD-Koalitionsvertrag bislang nicht umgesetzt, etwa der dauerhafte Ausreisearrest. Bei dieser Form des Arrestes wird der Ausreisepflichtige so lange festgehalten, bis er freiwillig ausreist. Auch von Rückführungen in aufnahmebereite Drittstaaten außerhalb Europas ist bisher nichts zu spüren.
Podcast: Remigration ist möglich – wir erklären, wie!
Erfolg von rechts
Einige weitere Zuzugsmöglichkeiten wurden ausgesetzt – dank parlamentarischen Druckes und der rechten Gegenöffentlichkeit.
Programme, die früher in der Öffentlichkeit kaum bekannt waren, wurden thematisiert und eingestellt.
Aktuell ausgesetzt sind „Resettlement“-Programme mit dem UNHCR, dem Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Darüber waren allein 2024 und 2025 zusammen rund 13.100 Plätze für Neuankömmlinge („Umsiedlung“) vorgesehen. Hierbei ging es um Menschen, die bereits in UNHCR-Einrichtungen in Sicherheit waren.
Die wichtigsten Herkunftsländer waren laut Bundesregierung Syrien (mit Abstand), gefolgt von Afghanistan, Sudan beziehungsweise Südsudan, Somalia und der Demokratischen Republik Kongo. Pro Jahr kamen über diese Programme meist 3000 bis 7000 Personen nach Deutschland. Die Auswahl erfolgt durch das UN-Kommissariat, die Menschen reisten per Flug direkt nach Deutschland ein, durchliefen kein Asylverfahren und tauchten in keiner Statistik auf.
Ebenfalls auf Eis liegen derzeit Projekte wie „Neustart im Team“ (NesT). Dabei handelt es sich um ein staatlich organisiertes Aufnahmeprogramm, bei dem „Flüchtlinge“ vom Staat und Organisationen der Asylindustrie gemeinsam aufgenommen werden. Auch hierüber sollten 500 „Flüchtlinge“ kommen und zur Mittelbeschaffung für „Mitwirkende“ wie Caritas, Diakonie, den Paritätischen, das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt dienen.
Solche Programme sind derzeit nicht vermittelbar, doch der Druck der Medien wächst. Bereits jetzt wird so getan, als ob die Asylkrise beendet sei, und die Millionen Fremden im Land sowie die Kosten für deren Versorgung werden ignoriert. Medien wie der Spiegel stellen bereits neue Forderungen. Im Beitrag „Europas Abschottungspolitik wirkt. Jetzt ist Menschlichkeit gefragt“ heißt es: „Ein reiches Land wie Deutschland hat die moralische Pflicht, Leute aufzunehmen, die wirklich schutzbedürftig sind.“
Propaganda entgegentreten
Das sind klare Zeichen, dass der Druck von rechts aufrechterhalten werden muss. Wir haben kleine Siege errungen, doch dies ist erst der Anfang. Wir dürfen uns nicht von der Regierungspropaganda blenden lassen. Denn wir alle sehen jeden Tag, wie die Massenmigration unser Land verändert hat und weiterhin verändert. Unsere Kinder und Enkel werden in einem ganz anderen Land aufwachsen als wir.
Die Strategie der etablierten Parteien, das Staatsvolk in ihrem Sinne zu verändern und ihre Macht langfristig zu sichern, darf nicht aufgehen.
Deswegen braucht es weiterhin Aufklärung, echten Journalismus und zivilgesellschaftliches Engagement von rechts. Mit diesem Beitrag seid ihr gerüstet, wenn euch das nächste Mal jemand verschaukeln will und behauptet: „Die Asylkrise ist vorbei.“


