Das transatlantische grüne Netzwerk

Die Grünen scheren sich nicht um deutsche Interessen und sie sind stolz darauf. Sie sehen sich als Teil eines supranationalen transatlantischen Bündnisses. Diese Verachtung des eigenen Nationalstaats wird seit Jahrzehnten von US-Lobbygruppen im Sinn der US-Regierung gezielt gefördert und genutzt. Wir erläutern, warum die Grünen tun, was sie tun, und warum es für viele Grüne keine Alternativen zu Selbsthass und Globalismus gibt

„Ami-Knechte“ gegen „Putinversteher“

Das Framing durch Politik, Medien und die simulierte Zivilgesellschaft wird in den nächsten Monaten noch weiter zunehmen. Jeder, der die unfähige Bundesregierung kritisiert und eine dezidiert deutsche oder europäische Position einnimmt, wird als „Putinversteher“ oder „kremlhörig“ verleumdet. Ein Vorwurf, der auf Teile der deutschen Rechten leider zutrifft, weil man sich mit der puren Gegnerschaft zu den Regierenden zufriedengibt und dem nächsten Hegemonen auf den Leim geht.

Um nicht in diese Falle zu tappen, müssen wir Patrioten in der aktuellen Multikrise geschickt agieren und uns immer fragen, was für Deutschland und den europäischen Zusammenhalt abseits der korrupten EU-Institutionen wichtig ist.

Dennoch ist es ein Fakt, dass die tonangebenden Politiker der Bundesrepublik Deutschland allesamt eines sind: Transatlantiker. Seit Jahrzenten nehmen die USA ganz offen Einfluss auf Politiker und auf die gesamte deutsche Politik. In den aktuellen Krisen rentieren sich die jahrelangen „Investitionen“ in Nachwuchspolitiker, Wirtschaftsbosse und Journalisten. Mit den Grünen in der Regierungsverantwortung hat man aus US-Sicht den perfekten Partner, um amerikanische Interessen in Europa umzusetzen. Seit Jahrzenten geben Transatlantiker in der Bundespolitik den Ton an – wir werfen einen Blick auf ihr Netzwerk.

Gezielte Lobbyarbeit

Wenn es um den massiven Einfluss der amerikanischen Führung auf deutsche Medien und Politiker geht, braucht man keine Verschwörungstheorien zu bemühen, es passiert zumeist öffentlich und für jeden einsehbar – man spricht nur nicht gerne darüber.

Von den Programmen der Atlantik-Brücke oder dem „Forum of Young Global Leaders“ des Weltwirtschaftsforums (WEF), welches sich selbst nicht als rein transatlantische Institution definiert, aber eine transatlantische Agenda verfolgt, hört man ab und an und meist in alternativen Medien. Diese Organisationen sind nur die Spitze des Eisbergs einer allumfassenden Lobbyarbeit der US-Organisationen. So findet sich auf der „Young Leaders“-Liste von 1973 bis 2022 der Atlantik-Brücke (neben zahlreichen Politikern fast aller etablierter Parteien) der jetzige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Der Parteivorsitzende der Grünen Omid Nouripour sitzt mit anderen bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wirtschaft im Vorstand des Vereins. Und auf der Liste der „Young Global Leaders“ des WEF steht die jetzige Außenministerin Annalena Baerbock. Der Zugang zu diesen Netzwerken stellt für die Politiker einen enormen lebenslangen Karriereschub dar und öffnet die Türen zur Macht – wen man mitspielt.

Diese gezielte Lobbyarbeit auf allen Ebenen der grünen Partei hat Früchte getragen. Nach den Trump-Jahren, die das globalistische Netzwerk ausgebremst haben, bekannte man sich in der ehemaligen Bürgerrechtspartei sofort zur transatlantischen Strategie und zur Übernahme der US-Außenpolitik, gerade in Bezug auf den kommenden Konflikt mit China. Kurz nach der Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden und noch einige Monate, bevor Baerbock und Habeck auf die Regierungsbank klettern durften, schrieben die beiden:

Nur gemeinsam können Europa und Amerika global eine demokratische Alternative zum autoritären Hegemonialstreben Chinas bilden und ein Anker der Aufklärung, Prosperität und Stabilität in der Welt werden.“

„Demokratische Alternativen“ und „Prosperität“ werden immer im Sinn der US-Außenpolitik interpretiert und von den propagierten Werten bleibt in der Praxis oft nichts übrig. Atlantik-Brücke, WEF und den Akteuren des transatlantischen Netzwerks geht es vor allem um die Sicherung des Freihandels, den linksliberalen Umbau der westlichen Gesellschaften und die Sicherung der eigenen militärischen Vormachtstellung zum Schutz der globalen Märkte.

Einen einführenden Überblick über das Nachwuchsnetzwerk der Atlantik-Brücke und des WEF inklusive der Kritik daran gibt eine Dokumentation des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags.

Die Folgen: Gehorsam und Zerrissenheit

Die Grünen sind eine Partei, wie sie sich jede ausländische Großmacht wünscht. Der Partei und ihren Anhängern fehlt es an positiven Bezügen zum eigenen Land und dem eigenen Volk. Identitätspolitik wird nur über eine anerzogene Schuld- und Sühnepolitik betrieben und man ist bereit, kritiklos die Folgen der US-Außenpolitik im Nahen Osten zu tragen, die in Deutschland in Form von Millionen Fremden ankommen. Kritische Situationen für die Einheimischen oder die Sozialsysteme werden mit Verweis auf die besondere deutsche Schuld aus der Zeit des Dritten Reichs bewusst ignoriert.

Zudem hat es das Konglomerat aus US-Denkfabriken, Politikern und Konzernen geschafft, die bundesdeutsche Politik so zu beeinflussen, dass die größte linke Partei (wie aktuelle Umfragen zeigen) keine antiimperialistische oder kapitalismuskritische Politik mehr betreibt. Der Konflikt von Kapital und Arbeit wurde durch den Konflikt zwischen wertegestützten Traditionen und exzessivem Individualismus ersetzt. Diese komplette individualistische Neuausrichtung der Linken in der gesamten westlichen Welt stützt die globale Wirtschafts- und Machtpolitik der USA, da der wichtigste interne Gegner des US-Modells inhaltlich kaltgestellt wurde.

Wenn sich die politische Linke nicht mehr um Rentner, klassische Familien, Arbeitnehmer und Arme kümmert, sondern für das Gendern streitet, ihnen die „Refugees“ mehr am Herzen liegen als das eigene Volk und man immer neue Opfergruppen erschafft und für diese in den Kampf zieht, dann bleibt sie ungefährlich für die Macht der Konzerne und die brutale US-Außenpolitik. Man wird, wie im Fall von Nord Stream 2, zum Befehlsempfänger von Washington.

 

Wie Scholz und Habeck den Wutwinter abfedern und alle „Putinversteher“ auf ihre Seite ziehen könnten, haben wir hier erklärt.
Warum sie das nicht tun, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Der Wandel und der Aufstieg der Grünen waren immer von einem enormen Machtbewusstsein begleitet und von einem Streben an die wirklich großen Futtertröge verbunden. Im Vergleich zu der Partei Die Linke, die inhaltlich gerade einen ähnlichen Prozess durchläuft, aber aufgrund ihrer eigenen Geschichte nur zögerlich transatlantische Positionen einnehmen kann, gibt man sich bei den Grünen nur mit Regierungsämtern zufrieden, strebt gar ins Kanzleramt und hat die linke Konkurrenz mit ein paar Brotkrumen vom Tisch komplett kaltgestellt. Man hat vom großen Bruder aus Übersee gelernt, wie Machtpolitik in liberalen Demokratien funktioniert.

Karriere oder tiefer Fall

Die Ausrichtung der Grünen wird sich so bald nicht ändern. Neben einigen fachlich versierten Politikern und erfolgreichen Unternehmern gibt es bei den Grünen, wie übrigens in jeder etablierten Partei auch, den Menschenschlag der Berufspolitiker; also Menschen, die ohne die Partei und ihr Vorfeld aus Firmen, Stiftungen und Vereinen wirtschaftlich verlorenen wären. Gerade die aktuelle Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang und die Außenministerin Baerbock werden immer wieder wegen ihrer mangelnden Eignung für ihre Ämter angegriffen.

Aber beide können sich sicher sein, dass, wenn sie ihrer politischen Blase inhaltlich treu bleiben, sie mit Mandaten und Posten im Vorfeld versorgt werden. Auch das ist eine unausgesprochene Sicherheit der Seilschaften.

Fazit: Hintergründe offenlegen!

In den kommenden Monaten werden Politiker einschneidende Entscheidungen treffen und die Bürger werden dagegen auf die Straße gehen. Die ebenfalls transatlantisch geprägten, etablierten Medien und die aus transatlantischen Geldtöpfen finanzierte „Zivilgesellschaft“ werden probieren, jede Kritik zu delegitimieren. Die hier aufgeführten Quellen und die Erkenntnis, wie auf eben diese Politiker, Medien und Vereine Einfluss genommen wird, sollen helfen, inhaltlich gegenzuhalten und zu zeigen, wie unser politisches System derzeit funktioniert.

Das transatlantische Netzwerk in den deutschen Medien:
(Leider fehlen die Verbindungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zum transatlantischen Netzwerk. Komisch.)

 

Aber auch wir Patrioten müssen dafür sorgen, dass wir uns nicht einspannen lassen. Wir müssen immer wieder hinterfragen, was das Beste für unser Land, unser Volk und für einen eigenständigen, unabhängigen europäischen Machtblock ist. Denn sowohl Moskau und als auch Washington fürchten nichts mehr als selbstbewusste, vereint handelnde europäische Nationalstaaten, die ihren eigenen Weg ohne den Hegemonen aus dem Osten oder aus dem Westen gehen.

Deswegen handeln wir so gut und so klug es geht. Die kommenden Monate und Jahre sind voller Möglichkeiten für neue Politikansätze. Wir müssen sie nur zu nutzen wissen und dürfen uns nicht für fremde Interessen einspannen lassen.

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Kommentare (3)

Maverick

Wenn man Amerika zum Freund hat, dann braucht man keine Feinde. Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land. (siehe Lauschaffäre durch NSA& CIA). Was ist hier passiert? Nichts!

Thomas

Falls Trump bald wieder im Amt ist, sieht das aber schon wieder anders aus.

EinProzent:

Na ja, die Trump-Jahre hat dieses Netzwerk auch gut überstanden.
Und Trump ist gescheitert, das amerikanische System zu verändern. Er hat nur leicht auf die Bremse gedrückt.

 

Thomas
@EinProzent: Danke für die Rückmeldung! Ich denke, dass Trump in seiner ersten Amtszeit nur die Vorarbeit geleistet hat. Er hat die korrupten Strukturen sichtbar gemacht und ist nun dabei, seine eigenen Kandidaten in der GOP zu positionieren. Da wo vorher eine Liz Cheney war, ist jetzt eine Harriet Hageman, etliche weitere RINOs wurden durch ihm loyale Kandidaten ersetzt. Damit geht er deutlich gestärkt in die Midterms und wird im Falle einer erneuten Präsidentschaft erst richtig loslegen können.

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